Was ist eine Analfistel?
Eine Analfistel ist ein im Analkanal aufgetretener Gang, der meist durch entzündliche Prozesse im Analbereich entsteht, und der vom Enddarm entweder zur Haut in der Umgebung der Analöffnung oder zu anderen Organen, wie z.B. der Scheide führt.
Neben Stuhlverlust über diesen kleinen Kanal können ebenfalls Eiteransammlungen, sogenannte Abszesse, entstehen, was in den meisten Fällen eine Notfalloperation bedeutet. Auch chronisch entzündliche Darmerkrankungen, wie z.B. der Morbus Crohn, führen häufig zu Fisteln.
Wie wird eine Analfistel diagnostiziert?
Häufig führt erst eine Notfalloperation bei einem Abszess zur Diagnose einer Analfistel. In anderen Fällen wird die Ausprägung eines Fistelleidens durch die klinische Untersuchung eines Arztes, meist durch eine Röntgenuntersuchung oder eine spezielle Ultraschalluntersuchung des Analkanals nachgewiesen.
Wie wird eine Analfistel behandelt?
Fisteln müssen nahezu ausnahmslos operativ entfernt werden. Bei einfachen, oberflächlich verlaufenden Fisteln bringt in aller Regel das Ausschneiden des Fistelkanals im Rahmen eines kleinen operativen Eingriffes den gewünschten Erfolg.
Fisteln mit Bezug zum Schließmuskelsystem oder rektovaginale Fisteln mit einer Öffnung im Bereich der Scheide, können in unserer Klinik mit Lappenplastiken im Analkanal oder durch den Verschluss mit modernen Biomaterialien versorgt werden.
Bei Bedarf steht Ihnen unser Chefarzt der Chirurgie, Dr. med. Tobias Stangl jeder Zeit gern zu einem persönlichen Beratungsgespräch zur Verfügung und nimmt sich die Zeit, um eine maßgeschneiderte Lösung für Sie zu finden und Ihnen jegliche Sorgen bezüglich des bevorstehenden Eingriffs zu nehmen.




