ALLGEMEIN- UND VISZERALCHIRURGIE / Gastroösophageale Chirurgie

Was ist ein Sodbrennen?

Sodbrennen
Alles Wissenswerte zu Sodbrennen

Unter Sodbrennen oder saurem Aufstoßen (Reflux) leiden ca. 10 – 15 % der deutschen Bevölkerung. Die häufigste Ursache hierfür ist ein sogenannter Zwerchfellbruch, d.h. eine Lücke im Zwerchfell an der Durchtrittsstelle der Speiseröhre in den Bauchraum. Durch diese Lücke kann der Magen nach oben in den hinteren Brustraum gleiten, wodurch der komplizierte Aufhängeapparat und der Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen beeinträchtigt wird.

Der saure Magensaft (HCL = Salzsäure) gelangt somit an die empfindliche Speiseröhrenschleimhaut und führt zu einem brennenden Schmerz hinter dem Brustbein. Wird die Speiseröhre durch das ätzende, saure Magensekret langfristig geschädigt, entsteht eine Entzündung ihrer Schleimhaut (Refluxösophagitis oder Refluxkrankheit).

Der Krankheitsverlauf wird begünstigt:

  • bei erhöhter Magensäureproduktion z.B. durch Nikotin –und Alkoholgenuss
  • durch Übergewicht und in der Schwangerschaft

Eine chronische Entzündung der Speiseröhre kann zu folgenden Krankheitsbildern führen:

  • Schädigung der natürlichen Schleimhaut (Barret Schleimhaut)
  • Speiseröhrenkrebs
  • Narbenbildung und Verengung der Speiseröhre mit Schluckbeschwerden (durch andauernde Entzündungen)

Was sind die typischen Symptome bei Sodbrennen?

  • Sodbrennen und saures Aufstoßen
  • Schmerzen hinter dem Brustbein ( “brennender Schmerz”)
  • Hustenreiz und Heiserkeit insbesondere im Liegen und bei großer körperlicher Arbeit

Welche Untersuchungen werden durchgeführt?

Durch eine Spiegelung der Speiseröhre und des Magens können Entzündung und Veränderungen der Schleimhaut gesehen und durch eine Biopsie näher definiert werden. Kann durch die Spiegelung keine Erläuterung der Beschwerden festgestellt werden, so ist eine sogenannte 24 Stunden Säuremessung (ph-Metrie) der Speiseröhre notwendig. Hierdurch kann man anhand einer 24-stündigen Aufzeichnung sehen, wie oft, wann und wie hoch der saure Magensaft in die Speiseröhre eindringt.

Eine Röntgenuntersuchung der Speiseröhre mit Einsatz eines Kontrastmittels hilft weiterhin Zwerchfellbrüche, Verengungen der Speiseröhre und andere krankhafte Veränderungen zu erkennen.

Wie behandelt man Sodbrennen?

Die  Beschwerden werden zunächst symptomatisch behandelt, d.h.:

1. Das Aufsteigen des saueren Magensaftes in die Speiseröhre wird durch Änderung von Lebensgewohnheiten reduziert:

    • Schlafen mit erhöhtem Oberkörper
    • Kleine Mahlzeiten, insbesondere  keine größeren Portionen vor dem Schlafengehen
    • Vermeidung von fetten Mahlzeiten, Nikotin und Alkohol

<liGewichtsreduktion

2. Die Einnahme sogenannter Protonenpumpenhemmer (Nexium u.ä.) führt zur Hemmung der Säureproduktion und häufig zur Ausheilung der Entzündung und damit zur Beschwerdefreiheit.

Treten die Beschwerden nach Absetzen der Medikamente wieder auf, so ist alternativ zur lebenslangen Medikamenteneinnahme eine Operation empfehlenswert.

Wie wird Sodbrennen operiert?

Diese Operation wird minimalinvasiv durchgeführt und dauert ca. 1 Stunde. Noch am selben Abend des Operationstages können die Patienten wieder trinken und sich eigenständig bewegen. An den Folgetagen wird langsam der Kostaufbau gesteigert.

Um den Operationserfolg zu unterstützen, sollte der Patient sich noch für weitere 2-3 Wochen auf mehrere kleine Mahlzeiten täglich beschränken.

Durch die Operation wird das Verschlussventil zwischen der Speiseröhre und dem Magen wieder hergestellt. Die Lücke im Zwerchfell wird durch Nähte wieder entsprechend der Anatomie des menschlichen Körpers eingeengt. Anschließend wird aus dem oberen Teil des Magens eine Manschette gebildet und um den unteren Teil der Speiseröhre gelegt.

Bei Bedarf stehen wir Ihnen jeder Zeit gern zu einem persönlichen Beratungsgespräch zur Verfügung und nehmen uns die Zeit, um eine maßgeschneiderte Lösung für Sie zu finden und Ihnen jegliche Sorgen bezüglich des bevorstehenden Eingriffs zu nehmen.

ALLGEMEIN- UND VISZERALCHIRURGIE

Prof. Dr. med. Sven Jonas - 310KLINIK
Prof. Dr. med. Sven Jonas
Direktor der chirurgischen Klinik

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